Österreich siegt, DSV verpasst knapp Super-Team-Bronze
Für die deutschen Skispringer gab es kein fröhliches Finale der Olympischen Winterspiele an der Skisprungschanze in Predazzo. Andreas Wellinger und Philipp Raimund verpassten bei der olympischen Premiere des Super-Team-Wettbewerbs die Medaille nur knapp. Nach nur zwei von drei gewerteten Durchgängen landete das Duo auf Rang vier. Der Sieg ging an die Favoriten aus Österreich: Stephan Embacher und Jan Hörl holten mit insgesamt 568,7 Punkten Gold vor Polen mit Pawel Wasek und Kacper Tomasiak. Bronze sicherte sich Norwegen mit Johann Andre Forfang und Kristoffer Eriksen Sundal, die nur 0,3 Punkte vor Wellinger und Raimund lagen.
Der dritte Durchgang musste wegen starkem Schneefall und Rückenwind abgebrochen werden. 13 der 16 Springer hatten bereits gestartet, als die Jury den Wettkampf stoppte. Somit gingen nur zwei der geplanten drei Durchgänge in die Wertung ein.
Nach dem ersten Durchgang lagen Wellinger (127,5 Meter) und Raimund (137 Meter) auf Rang vier. Österreich führte das Feld an, Slowenien und Polen folgten auf den Plätzen zwei und drei. Die deutschen Springer hatten 17,9 Punkte Rückstand auf die Spitzenreiter und nur 1,2 Punkte auf Bronze.
Im zweiten Durchgang büßte Wellinger mit 123,5 Metern wichtige Punkte ein und fiel hinter Norwegen und Japan zurück. Raimund hingegen hielt mit 137,5 Metern die deutschen Medaillenhoffnungen am Leben. Vor dem Finale lagen die Deutschen weiterhin auf Rang vier, nur 0,3 Punkte hinter Norwegen auf Bronze. Zwischen Platz drei und sechs lagen insgesamt nur 2,6 Punkte, ein sehr enges Feld.
Im finalen dritten Durchgang flog Wellinger 130 Meter, damit hinter Norwegens Johann Andre Forfang (134 Meter) und Japans Ren Nikaido (138,5 Meter). Raimund hielt mit 136 Metern dagegen, doch mehr war für das deutsche Team nicht drin. Kurz vor dem letzten Sprung kam es zu Verzögerungen durch Rückenwind und Schneefall, ehe die Jury den Wettkampf endgültig abbrach.
Trotz starker Sprünge von Philipp Raimund und eines soliden Starts konnten Wellinger und Raimund die Medaille nicht erreichen. Mit nur 0,3 Punkten Rückstand auf Norwegen belegten sie Rang vier. Österreich sicherte sich souverän Gold, während Polen Silber und Norwegen Bronze holten. Für Deutschland bleibt die Enttäuschung groß, doch die Leistung zeigt, dass das Team auch in Zukunft um Spitzenplätze kämpfen kann.
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Weiter geht es nach einem freien Wochenende mit dem Skifliegen am Kulm, wo die nächsten Weltcup-Entscheidungen anstehen.













