Precv holt Gold auf Großschanze in Predazzo

Beim Wettkampf auf der Großschanze in Predazzo verpassten die deutschen Skispringer die Medaillenränge. Während Domen Prevc (Slowenien) mit einem starken zweiten Sprung auf 141,5 Meter den Olympiasieg holte, zeigte das deutsche Team solide, aber nicht medaillenträchtige Leistungen.

Beim Einzel auf der Großschanze konnten die deutschen Springer diesmal nicht in den Kampf um die Medaillen eingreifen. Philipp Raimund, der wenige Tage zuvor auf der Normalschanze Gold gewonnen hatte, startete auch hier mit hohen Erwartungen. Nach Sprüngen auf 131 und 136 Meter belegte er Rang neun und war damit bester Athlet des Teams. Bereits nach dem ersten Durchgang lag er im Bereich der Top Ten und verbesserte sich im Finale noch leicht, ohne jedoch entscheidend in den Medaillenkampf eingreifen zu können. Nach einem schwierigen Probedurchgangs und eines kurzfristigen Skiwechsels aufgrund der nasskalten Bedingungen gelang es ihm nicht, an seine vorherige Topform anzuknüpfen. Dennoch blieb er bester Deutscher und unterstrich damit seine Konstanz in dieser Saison.

Andreas Wellinger folgte als zweitbester Deutscher auf Platz 15. Mit Sprüngen auf 127 und 127,5 Meter zeigte er eine solide Leistung, blieb aber ebenfalls von den Podestplätzen entfernt. Pius Paschke steigerte sich nach einem verhaltenen ersten Versuch im Finale und kam am Ende auf Rang 24. Direkt dahinter reihte sich Felix Hoffmann ein, der mit zwei Sprüngen um 126 Meter Platz 25 belegte.

Der Wettkampf selbst bot hochklassige Leistungen und einige Überraschungen. So verpasste etwa Stefan Kraft die Qualifikation für den zweiten Durchgang, während Anze Lanisek und Ryoyu Kobayashi nicht entscheidend in den Kampf um die Medaillen eingreifen konnten.


An der Spitze entwickelte sich ein spannendes Duell zwischen Japan, Slowenien und Norwegen. Nach dem ersten Durchgang lag der Japaner Ren Nikaido in Führung, während Prevc als Zweiter in den Finaldurchgang ging. Dort gelang dem Slowenen der entscheidende Sprung: Mit 141,5 Metern zeigte er nicht nur die größte Weite des Tages, sondern übernahm auch die Spitze. Nikaido konnte mit 136,5 Metern nicht mehr kontern und fiel auf Rang zwei zurück. Gold ging damit an Domen Prevc, Silber an Ren Nikaido und Bronze an den Polen Kacper Tomasiak. Prevc unterstrich damit seine herausragende Form in dieser Saison und korrigierte das Ergebnis von der Normalschanze, wo er überraschend ohne Medaille geblieben war.

Für das deutsche Team steht am Montag das neue Super-Team-Format an, bei dem zwei Athleten pro Nation in drei Durchgängen antreten. Mit Philipp Raimund und Andreas Wellinger als gesetzten Startern wird das Team versuchen, noch einmal in den Medaillenkampf einzugreifen.

Zu den offiziellen Ergebnissen auf der Großschanze

16.02.2026

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