Prevc Tourneesieger, Hoffmann bester Deutscher
Die 74. Vierschanzentournee ist entschieden und der Sieger heißt Domen Prevc. Exakt zehn Jahre nach dem Erfolg seines Bruders, Peter Prevc, springt der 26-jährige Slowene der Konkurrenz davon und gewinnt am Ende mit insgesamt 1195,6 Punkten und 43,3 Punkten Vorsprung souverän die Tournee. Platz zwei der Gesamtwertung sichert sich der Österreicher Jan Hörl (1153,3 Punkte) vor seinem Teamkollegen Stephan Embacher (1150,6 Punkte).
Vorjahressieger der Gesamtwertung, Daniel Tschofenig, sichert sich vor heimischer Kulisse und 12.500 Fans den Tagessieg in Bischofshofen. Sprünge auf 137 und 140,5 Meter reichen, um den aktuellen Dominator wenigstens in der Tageswertung hinter sich zu lassen. Am Ende gewinnt Tschofenig mit 4,1 Punkten Vorsprung vor Domen Prevc und Ryoyu Kobayashi, welchen lediglich 0,2 Punkte auf den Slowenen trennen.
Beim Finale am Dreikönigstag schaffen es drei von fünf deutschen Springern in Durchgang zwei. Bester Deutscher beim Wettbewerb in Bischofshofen wird Felix Hoffmann. Er springt auf jeweils 133 und 137 Meter und sichert sich Platz zehn in der Tageswertung. Mit seinen konstanten Leistungen auf allen vier Schanzen sichert sich der Mann aus Thüringen zudem das beste deutsche Ergebnis in der Gesamtwertung der Tournee. Am Ende stand für ihn Platz sechs zu buche.
Felix Hoffmann resümiert: „Definitiv, coole Tournee. Heute nicht ganz zufriedenstellender Abschluss, aber auch mit den Sprüngen noch Platz 10 am Ende, glaube ich. Zeigt, dass trotzdem einige Sachen gut funktionieren und dass wir das jetzt doch zufriedenstellend alles in allem zu Ende gebracht haben.“
Philipp Raimund springt sichtlich erkältet auf Platz zwölf. Raimund war nach dem ersten Durchgang auf Platz sechs in der Zwischenwertung gelandet, konnte jedoch im finalen Durchgang mit 129,5 Metern seinen Platz nicht halten. In der Gesamtwertung springt der 25-Jährige vom SC Oberstdorf in die Top Ten auf Rang acht.
Pius Paschke sichert sich Rang 24 im heutigen Wettbewerb. Der Springer vom WSV Kiefersfelden gewann sein Duell gegen Yukiya Sato „kampflos“ und hatte damit quasi ein Freilos in den finalen Durchgang. Der Japaner war leider erkrankt und konnte deshalb nicht antreten. In der Gesamtwertung der Tournee steht Paschke damit auf Platz 23.
Nach dem letzten von vier Springen sagt Pius Paschke über seinen Kampf mit der eigenen Leistung folgendes: „Man spricht dann eben beim Skispringen immer von der Lockerheit, von dem einfach ein bisschen laufen lassen, wo man dann auch Fehler macht, aber wo sie sich nicht so auswirken. Dann kann man auch mit Fehler weit springen, das ist jetzt aktuell noch nicht der Fall. Momentan merke ich alle Fehler leider in der Weite.“
Zu den offiziellen Ergebnissen in Bischofshofen
Für Andreas Wellinger (Platz 35) und Karl Geiger (Platz 45) reichen die Leistungen in den K.O. Duellen nicht, um sich für einen zweiten Sprung zu qualifizieren. Beide scheiden im 1. Durchgang vorzeitig aus. In der Gesamtwertung steht für die beiden Routiniers lediglich Platz 36 und Platz 45 zu buche. Sicherlich nicht das Ergebnis auf das die beiden Springer selbst gehofft haben.
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