Raimund mit Rang neun bester DSV-Springer in Sapporo

Der DSV reist mit verändertem Kader und nur vier Athleten zu den beiden Einzelspringen nach Sapporo. Raimund holt im zweiten Wettkampf eine Top-Ten-Platzierung, Geiger verpasst die Chance auf die Olympia-Qualifikation.

Ohne Andreas Wellinger, Pius Paschke und Felix Hoffmann ist der Deutsche Skiverband zum Weltcup nach Sapporo gereist. Während Wellinger und Paschke in der Heimat trainierten, verzichtete Hoffmann aufgrund einer Erkrankung und körperlicher Probleme auf die Überseereise und konzentriert sich auf seine Erholung. Der DSV trat damit in Japan mit einer veränderten und stark verkleinerten Mannschaft an. Ben Bayer und Luca Roth rückten neben den beiden etablierten Springern Karl Geiger und Philipp Raimund in den Kader nach.

Stärkster deutscher Athlet auf der Olympiaschanze von 1972 war an beiden Wettkampftagen Philipp Raimund. Der 23-Jährige präsentierte sich weiterhin konstant, auch wenn die Leistungen noch nicht ganz an seine Top-Ergebnisse der vorangegangenen Weltcups anknüpfen konnten. Raimund sprang sowohl am Samstag als auch am Sonntag in die Top 15. Besonders am Sonntag zeigte Raimund stabile Sprünge. Mit Weiten auf 128,5 und 133,5 Meter sicherte er sich Platz neun und sammelte erneut wertvolle Weltcuppunkte, auch wenn der ganz große Ausreißer nach vorne ausblieb. Am Samstag war es Rang 15.

Für Karl Geiger waren die beiden Wettkämpfe in Sapporo von besonderem Interesse. Dem Springer vom SC Oberstdorf fehlte bis dahin noch die geforderte Olympianorm. Die Wettbewerbe in Japan stellten damit seine letzte Möglichkeit dar, sich entweder mit zwei Platzierungen unter den Top 15 oder einem Top-8-Ergebnis für die Olympischen Spiele in Mailand und Cortina d’Ampezzo zu empfehlen.
Unterm Strich zeigte Geiger in Sapporo eine positive Entwicklung. Mit Rang 14 im zweiten Einzelwettbewerb am Sonntag erzielte der 32-Jährige sein bislang bestes Saisonergebnis. Zwei solide Sprünge auf jeweils 128 Meter reichten aus, um sich im Mittelfeld zu etablieren und zumindest eine Teilnorm der internen Qualifikationsanforderungen zu erfüllen. Für eine Olympia-Nominierung genügte dieses Resultat jedoch nicht.
Bereits am Samstag hatte Geiger einen wechselhaften Wettkampf erlebt. Nach einem gelungenen Auftaktsprung auf 132 Meter lag er zunächst aussichtsreich im Rennen, fiel im zweiten Durchgang nach einer Weite von 114 Metern jedoch noch auf Rang 27 zurück. Dennoch nimmt der Oberstdorfer positive Erkenntnisse aus dem Wochenende mit und richtet den Blick nun auf die Skiflugweltmeisterschaft am kommenden Wochenende in seiner Heimat Oberstdorf.

Für Luca Roth verlief das Wochenende weniger glücklich. Nach einem ordentlichen ersten Durchgang am Samstag konnte er im Finale nicht nachlegen und verpasste somit eine bessere Platzierung. Mit Platz 31 verpasste er sogar die Chance, Weltcuppunkte zu sammeln, obwohl er sich für den zweiten Durchgang qualifiziert hatte. Im Wettkampf am Sonntag misslang ihm sein erster Sprung. 114 Meter bedeuteten Platz 46 für den jungen Springer vom SV Messstetten. Der Wettkampf in Japan lieferte Roth dennoch wichtige Erfahrungen auf internationalem Niveau.

Ben Bayer komplettierte das deutsche Aufgebot in Sapporo. Leider gelang ihm am Freitag in der Qualifikation mit Platz 52 nicht der Sprung in den Wettkampf, sodass er im ersten Einzel am Samstag nicht starten konnte. Auch im Wettkampf am Sonntag war für den 21-jährigen Nachwuchsathleten nach dem ersten Durchgang und 111 Metern Schluss. Mit Rang 47 beendete er seine Reise nach Japan. Trotz der frühen Ausscheide sammelte Bayer weitere Wettkampferfahrung im Weltcup und wertvolle Erkenntnisse für die kommenden Aufgaben.

Domen Prevc war der Gewinner der beiden Einzelwettbewerbe im japanischen Sapporo und baut damit seine Führung im Gesamtweltcup weiter aus. Naoki Nakamura und Ren Nikaido belegten am Samstag die Plätze zwei und drei, während am Sonntag Ryoyu Kobayashi und Daniel Tschofenig auf dem Podest standen.

Zu den offiziellen Ergebnissen vom Samstag

Zu den offiziellen Ergebnissen vom Sonntag

Insgesamt präsentierte sich das deutsche Mini-Team in Sapporo mit einer soliden, wenn auch unspektakulären Bilanz. Während Raimund erneut als Leistungsträger überzeugte und Geiger einen Schritt nach vorne machte, stand für Roth und Bayer vor allem die Weiterentwicklung im Fokus. Der Blick richtet sich nun auf die nächsten Stationen. Auf der Heini Klopfer Skiflugschanze in Oberstdorf steht nun mit der Skiflugweltmeisterschaft ein nächstes Saisonhighlight auf dem Plan.

19.01.2026

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