Ryoyu Kobayashi fliegt Konkurrenz davon

Nach den drei ersten Weltcup-Wochenenden der laufenden Saison führt Ryoyu Kobayashi überraschend den Gesamtweltcup an. Aber nicht nur der junge Japaner hat die Konkurrenz überrascht.

Beim ersten Weltcup sorgte ein Russe für einen Paukenschlag: Evgeniy Klimov sicherte sich in Wisla den ersten Weltcupsieg - nicht nur seiner Karriere, sondern auch für sein ganzes Land. Das Podium beim ersten Einzelspringen der Saison komplettierten Stephan Leyhe und Ryoyu Kobayashi.

Der machte das zweite Wochenende im finnischen Kuusamo dann zu seinem ganz persönlichen Triumpfzug: Den ersten Wettkampf gewann er mit etwas mehr als zwei Punkten Vorsprung vor dem amtierenden Neujahrsskispringen-Champion Kamil Stoch und seinem polnischen Landsmann Piotr Zyla. Am Sonntag dann konnte er sage und schreibe 22 Punkte Vorsprung vor dem Zweitplatzierten verbuchen. Das war in diesem Fall ein Deutscher: Olympiasieger Andi Wellinger hatte mit dieser Leistung Stoch auf Rang 3 verwiesen. 

Würde der Japaner in Nischni Tagil (Russland) dort anknüpfen, wo er in Kuusamo aufgehört hatte?, mochte sich die Konkurrenz mit einer gewissen Ehrfurcht gedacht haben, doch am ersten Tag im Ural landete Kobayashi "nur" auf dem dritten Platz. Der Sieg ging, wiederum überraschend, an Johann Andre Forfang aus Norwegen. Der unheimlich konstant springende Piotr Zyla ergatterte Rang zwei. Auch am folgenden Tag standen diese drei auf dem Podest, allerdings mussten Forfang und Zyla jeweils eine Stufe auf dem Podest absteigen. Kobayashi sicherte sich damit also bereits seinen dritten Saisonsieg und führt dementsprechend deutlich in der Gesamtweltcup-Wertung. 420 Punkte stehen auf seinem Konto, Zyla (285) und Stoch (265) sind die ersten Verfolger. Ebenfalls gut platziert ist ein deutsches Dreiergespann: Stephan Leyhe, Karl Geiger und Andreas Wellinger belegen die Plätze fünf bis sieben. Youngster David Siegel, der mit einem 13. Rang in Wisla seine beste Karriereplatzierung verbuchen konnte, ist als 27. respektabel platziert.  Noch nicht ganz zufrieden mit dem bisherigen Saisonverlauf dürften Markus Eisenbichler (16.) und Richard Freitag (26.) sein. Für Severin Freund (39.), der in Kuusamo nach über eineinhalb Jahren Verletzungspause sein Comeback gegeben hat, ist die Gesamtwertung vorerst wohl zweitrangig.

03.12.2018

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